Wien (OTS) – Irritierende Soundinstallation des kanadischen Künstlers Benny Nemerofsky Ramsay – Artist in Residence im quartier21 stellt sich die Frage: “When The Time Comes To Drown In My Emotions Will There Be An Alarm Ringing For Me?”
Die irritierenden Klänge eines Notsignals aus der Kehle eines Wiener Sängerknaben, die der kanadische Künstler Benny Nemerofsky Ramsay aufgenommen und bearbeitet hat. Ramsay präsentiert auf Einladung von VIS Vienna Independent Shorts seine Work-in-Progress-Installation “Siren”, die während eines zweimonatigen Aufenthalts als Artist-in-Residence im quartier21 entstand.
“Etwas, das gleichzeitig beunruhigend und verführerisch ist”, erhofft sich der Medienkünstler bei der emotionalen Reaktion des Publikums auf sein Projekt, das er vielsagend mit dem Untertitel “When The Time Comes To Drown In My Emotions Will There Be An Alarm Ringing For Me?” versehen hat. Mit “Siren” zielt er auf die doppelte Bedeutung des Worts ab, einerseits als Warn- oder Notsignal und andererseits als lockende Figur der griechischen Antike. Benny Nemerofsky Ramsays künstlerische Arbeiten, die sich häufig dem Thema Emotionen widmen, sind Teil zahlreicher Festivals und Galerien in Kanada, Europa und Asien. Seine Videoarbeiten wurden zuletzt Anfang Juni im Rahmen des Kurzfilmfestivals VIS Vienna Independent Shorts in Wien präsentiert.
“Benny Nemerofsky Ramsay ist mit Sicherheit einer der vielseitigsten, lebendigsten und aufregendsten Kurzfilm- und Kunstschaffenden der vergangenen Jahre”, stellt Daniel Ebner, künstlerischer Koordinator von VIS, fest. “Er ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie die (Video)kunst aktuelle Tendenzen sichtbar und popkulturelle Einflüsse kanalisieren und kommentieren kann.” Das Filmfestival, das vor wenigen Wochen mit einem neuen Publikumsrekord seine siebte Ausgabe erfolgreich hinter sich brachte, legt besonderen Wert darauf, Film mit anderen kulturellen und gesellschaftlichen Formen in Verbindung zu bringen.
Benny Nemerofsky Ramsay plant in den kommenden Monaten, seine Soundinstallation mit mehreren Kontratenören zu erweitern. Finanzieren könnte das VIS, das wieder Ende Mai 2011 stattfinden wird, jedenfalls nicht mehr: Das größte österreichische Kurzfilmfestival, das dieses Jahr LG Electronics als wichtigen Hauptsponsor gewinnen konnte, kämpft immer noch mit einer Unterdotierung bei den öffentlichen Fördergeldern. VIS Vienna Independent Shorts zeigte in diesem Jahr von 27. Mai bis 2. Juni insgesamt 259 Kurzfilme an sieben Locations in ganz Wien.
Fotocredit: Benny Nemerofsky Ramsay/VIS-Archiv
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