Eine umfassende Retrospektive mit dem Titel „Tina Modotti- Fotografin und Revolutionärin“ zeigte das Kunst Haus Wien und gedachte damit einer der faszinierendsten Frauengestalten des 20. Jahrhunderts. Modotti, die im Jahre 1896 in Udine geboren wurde, erlangte Berühmtheit durch ihre Fotografie aus den zwanziger Jahren, die das Leben in Mexiko wiedergeben und die ihre Beteiligung an den Revolutionsbewegungen in dieser Zeit dokumentieren. Die Ausstellung bot einen umfangreichen Überblick über alle wichtigen Phasen ihrer fotografischen Werke. Eindrucksvolle Werke wie etwa die Hände des Puppenspielers, ein Foto aus dem Jahre 1929 oder das Bild der Rosen zogen den Betrachter in seinen Bann. Sehr beeindruckend sind auch ihre Werke aus der Zeit der revolutionären Bewegungen und ihr eigenes politisches Engagement findet sich verstärkt in diesen Werken wieder.
Sehr beeindruckend und mit vielen Emotionen verbunden sind auch die Fotos von Modotti, die sie während ihres Aufenthaltes in Tehuantepec gemacht hat. Sie dokumentiert in einer überwältigenden Offenheit und Natürlichkeit das Leben in dieser mexikanischen Stadt und vor allem Frauen standen hier im Mittelpunkt dieser Fotoreihe. Zum ersten Mal wurde auch eine Auswahl von Vintage Prints gezeigt, die Tina Modotti von den Wandgemälden Diego Riveras gemacht hatte. Die Art, wie sie Details in ihren Werken erfasst hat und sie heraushebt sind einmalig und mit dieser Ausstellung findet sie eine würdige und angemessene Widmung ihrer phantastischen Arbeiten. Auch die „weiße Iris“ war zu bewundern, ein Aktfoto von Morotti, aufgenommen von Edward Weston, dass zu den teuersten Aktfotos weltweit zählt.
UND WAS NUN?