Gedenkausstellung für einen vergessenen Maler. Das jüdische Museum in Wien hat nun mit einer Retrospektive an den fast schon vergessenen Expressionisten Fritz Schwarz-Waldegg gedacht. Der Wiener Künstler, der von den Nazis ermordet wurde, galt als ein Vertreter der sogenannten „verlorenen Generation“ und seine Werke wurden nach seiner Ermordung in alle Welt verstreut.
Dass die Ausstellung, die den Namen „Maler-Reisen durchs Ich und die Welt“ trug, überhaupt zustande kam, ist sehr dem Einsatz des Kurators Matthias Boeckl zu verdanken. Anfangs waren lediglich etwa zehn bis fünfzehn Bilder bekannt und nur durch mühsame Recherche und vielen Leihgaben konnte nun ein 120 Gemälde umfassendes Werk des Künstlers zusammengetragen werden. Mit dieser Ausstellung konnte nun ein beeindruckendes Bild über das Schaffen und das Leben des Künstlers ermöglicht werden.
Fritz Schwarz, der 1889 geboren wurde, gehörte der Künstlervereinigung Hagenbund an, die in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen als wichtigstes Forum für expressive und neu-sachliche Kunst galt. Nach dem Ersten Weltkrieg malte Schwarz vor allem Soldatenportraits und eine ganze Serie von Allegorien großen Ausmaßes, die vor allem die willensstarken inneren Aufwallungen aus dem Jahre 1918 wiedergeben.
Sehr beeindruckend ist aus dieser Zeit, sein wohl bekanntestes Werk „Bekenntnis“, das im Jahre 1920 als Ölgemälde entstanden ist und sich heute im Besitz des Belvedere befindet. Besonders nahe geht dem Besucher auch die Dokumentation seines Transportes ins KZ in Minsk, wo der Künstler letztlich 1942 auch ermordet wurde. Diese Ausstellung verschafft wirklichen einen perfekten und auch nahegehenden Eindruck über Schaffensweg und auch späteren Leidensweg des Künstlers.
UND WAS NUN?