Gnade von Caro Suerkemper

Gnade Ausstellung in der Galerie Römerapotheke. Noch bis zum 29. Dezember 2010 ist in der bekannten Wiener Galerie Römerapotheke eine Ausstellung mit den neuesten Werken von Caro Suerkemper. Die Ausstellung steht unter dem Motto „Gnade“, doch wie bereits in der Vergangenheit, kennt die Künstlerin auch bei ihren neuen Werken keine Gnade und rüttelt weiter am [...]

Gnade Ausstellung in der Galerie Römerapotheke. Noch bis zum 29. Dezember 2010 ist in der bekannten Wiener Galerie Römerapotheke eine Ausstellung mit den neuesten Werken von Caro Suerkemper. Die Ausstellung steht unter dem Motto „Gnade“, doch wie bereits in der Vergangenheit, kennt die Künstlerin auch bei ihren neuen Werken keine Gnade und rüttelt weiter am Fundament des Gegensatzes zwischen Normalität und Vision.

Die Künstlerin, die schon sehr früh die Ölfarben beiseite gestellt hat und sich stattdessen der Figuration und Aquarell gewidmet hat, zeigt keine netten und harmonischen Werke. Die Motivpalette der Künstlerin ist sehr weitreichend und reicht von Frauen in engen Trachten mit geschnürten Brüsten bis hin zu Darstellungen, in denen Frauen ihre Notdurft verrichten.

Das starke Interesse an verschiedenen Auffassungen und Meinungen, an verborgenen Tatsachen bringt die Künstlerin mit starken optischen Reizen und schillernden Farben zum Ausdruck. Sie zeigt damit in aller Deutlichkeit als das, was der Betrachter sonst gerne übersieht oder sich seiner Betrachtung entzieht. So sind in ihren Werken ausladende Hinterteile bei Frauen keine Seltenheit und auch Stupsnasen, die zu einem Schmunzeln verführen, werden von ihr gezielt eingesetzt, um aufmerksam zu machen.

Die Künstlerin zeigt in ihren Werken die Wahrheit und geht dabei hart an die Grenzen der Realität und manchmal erscheint das Ganze sogar gemein. Ihre Werke haben auch immer etwas Barockes an sich und nicht nur ihre Werke wie Blätter, Porzellanfiguren oder Marmorskulpturen sind außerordentlich sondern auch ihre Titel, die sie den Werke verleiht.

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"... ist, wenn man's nicht kann, denn wenn man's kann, ist's keine Kunst", sagte Nestroy.

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Titelbild: Vinicius Tupinamba | Agency: Dreamstime.com