In der Stadtturm-Galerie im österreichischen Gmünd fand vor Kurzem eine Ausstellung zum Gedenken an den im letzten Jahr verstorbenen Zeichner Paul Flora statt. Flora galt als einer der bedeutendsten Zeichner des 20. Jahrhunderts und als einer der besten „Kubinschüler“.
Mit einer Hommage gedachten nun die Gmünder diesem Künstler mit der ersten umfassenden Retrospektive und die Erste, die in Österreich gezeigt wurde. Mit Hilfe der Familie des verstorbenen Künstlers aus Tirol und mit privaten Leihgaben wurde diese Ausstellung ermöglicht und bot eine breite Palette des vielfältigen Schaffens von Paul Flora. Mehr als 120 Zeichnungen, darunter teilweise kolorierte Federzeichnungen und viele Bleistiftzeichnungen gaben einen Überblick über mehr als sieben Jahrzehnten des Schaffens von Flora.
Doch die Ausstellung diente nicht nur dazu, dem Publikum die Werke des Künstlers näher zu bringen, sondern auch den Menschen Paul Flora selbst darzustellen. In den ersten Jahren seines Schaffens zeichnete Flora noch mit dichter Schraffur ehe er sich den der Tuschfeder zuwendet und mit einer feinen und dünnlinigen Technik sich einen Namen macht. Seine Bilder ergeben sich vielfältigen Stimmungen, die oftmals düster und melancholisch erscheinen. Durch seine Technik schaffte der Künstler Flora immer wieder Werke, die durchkomponiert erscheinen und seinen Stil unverwechselbar machen. Die Ausstellung in Gmünd gab einen kompletten Überblick über die einzelnen Schaffensphasen des Künstlers und die Veränderungen seiner Werke und seiner Technik im Laufe seiner vielen Jahre des Schaffens. Mit der Ausstellung in Gmünd wurde er nun gebührend gewürdigt.
UND WAS NUN?