Die Kunsthalle Wien widmet in der Ausstellung „Power up – Female Popart“ vor allem Künstlern die Möglichkeit sich und ihre Werke zu präsentieren, die sonst meist zu Unrecht unterbewertet sind und deshalb auch weniger bekannt sind.
Zu der jetzigen Ausstellung gehören Werke von Sister Corita Kent, Evelyne Axell, Pauline Boty, Kiki Kogelnik und Marisol. Alle Künstler stehen für weibliche Strategien sich in der Zeit der Popkunst mit ihren eigenen künstlerischen Methoden durchzusetzen. Vor allem die künstlerische Selbstermächtigung steht dabei im Vordergrund und beleuchtet vor allem die Zeit der Popkunst in den frühen 60-er Jahren bis Mitte der 70er-Jahre. Durch die Darstellung von besonderen weiblichen Positionen soll eine Revision des Bildes der Popart erreicht werden.
Viele Bilder der Künstlerinnen erinnern in dem gezeigten Spannungsverhältnis von Expressionismus der abstrakten Art und Minimalismus, in der Abstraktion und den Figuren und in der Weise der Bearbeitung, den Materialien und den Themen den Werken ihrer männlichen Kollegen. Dazu gehören Richard Hamilton genauso wie Andy Warhol.
Die Künstlerinnen verwenden dabei Pin-Ups und bringen die Konsumkultur in Kombination mit weiblicher Lust und Sexualität in ihren Werken zur Geltung. In ihren Werken finden sich die einfache Alltagsumgebung genauso wieder wie die Neigung zu politischen Neigungen und machen so die Werke zu sehr autobiographisch angehauchten Darstellungen.
Die Ausstellung ist ein sehr gelungener Ausflug in die feminine Kunstwelt, ohne diese zu sehr hervorzuheben. Ziel ist ganz einfach, die Künstler gebührend zu würdigen und ins Rampenlicht zu stellen.
UND WAS NUN?